Staatskanzler Kaunitz - Ein Vortrag zum 300. Geburtstag des Fürsten Wenzel Anton Graf von Kaunitz-Rietberg

Kaunitz und Westfalen.

Zur Biographie des Staatskanzlers

und sein Verhältnis zur

Region von Ems und Lippe.

Ein  Vortrag von Manfred Beine.

 

Wenzel Anton Graf von Kaunitz-Rietberg (1711-1794) - Stich von J. Schmuzer, 1765
Wenzel Anton Graf von Kaunitz-Rietberg (1711-1794) - Stich von J. Schmuzer, 1765

Fürst Wenzel Anton Graf Kaunitz-Rietberg (1711-1794) war ein Staatsmann von europäischem Rang. Für die Grafschaft Rietberg war er der bedeutendste Landesherr in ihrer rund 600jährigen Geschichte. Am 2. Februar 2011 jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag des Staatskanzlers der Kaiserin Maria Theresia.

Die Grafen von Kaunitz gehörten zum landsässigen Adel im tschechischen Mähren. Bedeutsamen Besitz hatten sie seit dem 16. Jahrhundert in Brünn und Austerlitz. Erst mit der von langer Hand angebahnten Heirat des Grafen Maximilian Ulrich von Kaunitz mit der Rietberger Erbgräfin Maria Ernestine Franziska gelang dem Hause Kaunitz der Aufstieg in den regierenden Reichsgrafenstand. Fortan waren die Geschicke der Grafschaft Rietberg eng mit dem Hause Kaunitz verbunden. Hätte deren ältester Sohn, der 1711 geborene Wenzel Anton, das Kanonikat in Münster angenommen,  das ihm von Papst Benedict XIII. 1727 übertragen worden war, hätte er sein Leben womöglich in der beschaulichen Stille in Westfalen beschlossen. So aber trat er in den österreichischen Staatsdienst, wurde zunächst Gesandter, dann Staatskanzler und lenkte bald auf der höchsten Ebene der Diplomatie die Weltgeschichte mit. Westfalen und die Regierung seiner ererbten Grafschaft Rietberg traten da eher in den Hintergrund.

Manfred Beine ist Archivar und Leiter der Stadtbibliothek in Rietberg. Sein Vortrag zeichnet den Lebensweg des 1764 in Fürstenstand erhobenen Grafen von Kaunitz-Rietberg und seinen Aufstieg zum wichtigsten Staatsmann für Maria Theresia und Joseph II. nach, nicht ohne dabei auf seine besondere Beziehung zu Rietberg und Westfalen einzugehen. Vor allem in seinen jungen Jahren hatte Kaunitz mehrfach seine Grafschaft an der Ems besucht, die später nicht nur seine landesväterliche Fürsorge und aufgeklärten Reformbestrebungen, sondern auch seine rigide Finanzpolitik erleben und erfahren durfte. Auch seine erbitterte Feindschaft zum Preußenkönig Friedrich II. sollten die Bewohner der Grafschaft Rietberg deutlich zu spüren bekommen.

Der Vortrag am 300. Geburtstag des Staatskanzlers und Rietberger Landesherrn steht am Anfang einer Reihe von Veranstaltungen zur Erinnerung an den berühmten mährisch-österreichischen Staatsmann, dessen politisches Handeln auch von großer Bedeutung für die Geschichte der Grafschaft Rietberg war.

Mittwoch, 2. Februar 2011 

ACHTUNG Veranstaltungsort geändert in:

Ratssaal. Altes Progymnasium, Klosterstr. 3
20:00 Uhr (Einlass 19:30 Uhr)
VVK: 3,30 Euro inkl. VVK-Gebühr
AK: 5,00 Euro

 

Veranstalter:
Stadtarchiv Rietberg gemeinsam mit dem Heimatverein Rietberg.