Heimatkunde VII

Hans-Ulrich Treichel

Alles ist heiter und edel: Aus dem Leben eines Taugenichts.

© Jerry Bauer / Suhrkamp Verlag
© Jerry Bauer / Suhrkamp Verlag

An die Öffentlichkeit trat Hans-Ulrich Treichel mit Gedichtbänden wie „Liebe Not“ (1986) und „Seit Tagen kein Wunder“ (1990). War schon seine Lyrik teils westfälisch grundiert, so kreisten auch seine frühen Prosabände „Von Leib und Seele“ (1992) und „Heimatkunde oder Alles ist heiter und Edel“ (1996) um seine ostwestfälische Heimat, insbesondere um seine Geburtstadt Versmold im Kreis Gütersloh. Doch Treichels „Heimatkunde“ beglückt den Leser nicht mit Kinderglück, erfreut ihn nicht mit lebenserleichternden Fügungen, sondern zeigt das Unliebsame, macht das bis zur Lächerlichkeit Scheiternde zum Thema.

Ein weiteres Leitmotiv der Romane Treichels stellt der traurig-komische, aber ziemlich sympathische Taugenichts dar. In „Tristanakkord“ (2000), „Der irdische Amor“ (2002) und „Menschenflug“ (2005) hat uns der Autor köstliche Proben von seinen leicht melancholischen Antihelden gegeben. Jetzt ist mit seinem jüngsten Roman „Grunewaldsee“ (2010) ein weiterer hinzugekommen: Paul, ein abwechselnd in Berlin und Málaga jobbender und höchst improvisiert lebender junger Sprachlehrer mit seiner Geliebten, einer angehenden Ärztin, die gerade ein Kind erwartet. In Rietberg wird Hans Ulrich Treichel aus „Heimatkunde“ und aus „Grunewaldsee“ lesen.

 

Freitag, 6. Mai
Ratssaal des Alten Progymnasiums Rietberg, Klosterstr. 13
20:00 Uhr
VVK: 9,90 Euro inkl. VVK-Gebühr
AK: 11,00 Euro

 

Veranstalter:
kulturig e.V. zusammen mit der Buchhandlung Lesezeichen und der Stadtbibliothek Rietberg