Heimatkunde VI

Norbert Scheuer

Überm Rauschen: Von der Trauer und Schönheit großen und stillen Erzählens

Überm Rauschen: Von der Trauer und Schönheit großen und stillen Erzählens

© Fritz-Peter Linden
© Fritz-Peter Linden

Der jüngere Bruder, der Ich-Erzähler in Norbert Scheuers neuem Roman „Überm Rauschen“ (2009), ist zurückgekehrt an den Ort der Kindheit, um der Familie zu helfen, steht im Fluss, angelt und lässt das Leben des Bruders, sein eigenes, das der Familie Revue passieren. Erzählt wird die Kindheit am Fluss, die erste Liebe, die kauzigen Gäste der elterlichen Gastwirtschaft, die Ausbruchsversuche des Bruders, der Niedergang der Kneipe, der Fluss und die Fische, der Tod der holländischen Gelegenheitsgeliebten des Bruders, auch von dem Versuch, eine Antwort auf die ungeklärte Frage nach dem eigenen leiblichen Vater zu finden. „Überm Rauschen“ entwickelt mit seiner genauen und poetischen Sprache einen enormen Sog. Trauer und Schönheit einer ganzen Welt entstehen durch diese suggestive Geschichte von der Suche nach dem Glück, einem Glück, das da  ist, sowohl im Rauschen als auch in der wehmütigen Kraft des Erzählens.

Norbert Scheuer, der im Hauptberuf als Systemprogrammierer arbeitet, wurde 1951 geboren erlebte seinen literarischen Durchbruch als der große und stille Erzähler der kargen Landschaft der Eifel mit seinem Roman „Flussabwärts“ (2002) und dem Erzählungsband „Kall, Eifel“ (2006). Norbert Scheuer wurde mit zahlreichen Literaturpreisen, darunter auch den 3sat-Preis beim Klagenfurter Ingeborg Bachmann-Wettbewerb im Jahre 2006, ausgezeichnet.

 

Dienstag, 12. April
Ratssaal des Alten Progymnasiums Rietberg, Klosterstr. 13
20:00 Uhr
VVK: 7,70 Euro inkl. VVK-Gebühr
AK: 9,00 Euro

 

Veranstalter:
kulturig e.V. zusammen mit der Buchhandlung Lesezeichen und der Stadtbibliothek Rietberg