Adam Soboczynski zu Heinrich von Kleist

Vom Glück des Untergangs. Zum 200. Todestag eines der größten deutschen Dichter

 

Lesung mit Adam Soboczynski ist leider ausgefallen.

Leider muss aus Krankheitsgründen die Lesung von Adam Soboczynski über Heinrich von Kleist am Mittwoch, den 23. November im Alten Progymnasium Rietberg ausfallen.

Die Veranstaltung wird nicht nachgeholt.

 

Besucher können ihre Tickets in den Vorverkaufsstellen, wo Sie sie erworben haben, zurückgeben und bekommen den Betrag erstattet.


Mittwoch, 23. November 2011, 20 Uhr
Ratssaal des Alten Progymnasiums Rietberg, Klosterstr. 13

VVK: 9,90 € inkl. VVK-Gebühr| AK: 12,-- € | Im Abo möglich

© ullstein bild - Schleyer
© ullstein bild - Schleyer

Der 21. November 1811 ist ein kalter Herbsttag. Die Wirtsleute des Gasthofs Stimmings Krug am Kleinen Wannsee bei Berlin sind verwundert, als das Paar, beide Anfang 30, Kaffee und Rum ans Ufer bestellt. Die beiden sind heiter, geradezu euphorisch. Kurz darauf die zwei Schüsse in der Herbstlandschaft. Heinrich von Kleist hat Henriette Vogel erst kurz vor dem gemeinsamen Selbstmord kennengelernt. Am Vorabend des Selbstmords ist Kleist finanziell ruiniert, dem breiten Lesepublikum unbekannt, von Preußen enttäuscht. Selbst für die eigene Familie ist er nur ein „nichtsnütziges Glied der menschlichen Gesellschaft“. So kennen wir ihn: ein Meister luzider Prosa und Dramatik, aber ein Klassiker der Zerrissenheit, der Gewalt und moderner Unbehaustheit. Adam Soboczynski stellt in seinem im Herbst 2011 erscheinenden Buch „Kleist. Vom Glück des Untergangs“ diesem düsteren Bild einen überraschenden Kleist entgegen, einen Kleist der Versöhnung und einen Kleist des unbeschreiblichen Glücks. Ein subtiler, eleganter und Freude bereitender Blick auf den großen Klassiker der deutschsprachigen Literatur. Zwei Tage nach dem 200. Todestag dieses unglücklich Glücklichen präsentiert Soboczynski seinen eigenwilligen, neuen Blick auf das Dichtergenie in Rietberg.

Adam Soboczynski wurde 1975 im polnischen Torun geboren und kam 1981 nach Deutschland. Seit 2004 lebt er in Berlin. Sobczynski arbeitete unter anderem für den Tagesspiegel und ist seit 2011 stellvertretender Leiter des Feuilletons der ZEIT. Im Jahre 2005 mit dem Axel-Springer-Preis sowie dem deutsch-polnischen Journalisten-Preis ausgezeichnet, waren seine Bücher „Polski Tango“ (2008), „Die schonende Abwehr verliebter Frauen“ (2008) und „Glänzende Zeiten. Fast ein Roman“ (2010) bei der Kritik wie auch beim Publikum große Erfolge. Seine Dissertation zu Heinrich von Kleist an der Universität Bonn im Jahre 2005 erschien zwei Jahre später unter dem Titel „Versuch über Kleist: Die Kunst des Geheimnisses um 1800“ bei Matthes & Seitz in Berlin.

 

Veranstalter:
kulturig e.V. zusammen mit der Buchhandlung Lesezeichen und der Stadtbibliothek Rietberg