Heimatkunde IV

Peter Kurzeck

Der Sommer, der bleibt: Auf der Suche nach einer oberhessischen
Kindheit

© Erika Schmied
© Erika Schmied

Wer Romane und Erzählungen von Peter Kurzeck gelesen hat, liest anschließend
anders, hört anders, nimmt anders wahr. Ihm fallen die Gestik und Mimik, vor
allem aber die von Redewendungen, Kürzeln und Fragmenten bestimmte Sprache
seiner ihn umgebenden Alltagsmenschen ganz neu auf. Es ist die besondere
Detailversessenheit, die Welthaltigkeit, der Reichtum des erlebten Augenblicks, der sich auf die Leser und Hörer der Prosa von Peter Kurzeck so nachhaltig überträgt.

Als Peter Kurzeck im Herbst 2007 das preisgekrönte Hörbuch „Ein Sommer, der
bleibt“ aufnahm, da lagen von ihm schon zahlreiche Romane wie „Kein Frühling“
(1987), „Keiner stirbt“ (1990), „Übers Eis“ (1993), „Ein Kirschkern im März“ (2004) und „Oktober und wer wir selbst sind“ (2007) vor. Und wie in all seinen Prosawerken, so erzählt der Autor auch in „Der Sommer, der bleibt“ immer weiter von dem Dorf seiner Kindheit. Es ist der schier unerschöpfliche Erlebnis- und Empfindungsraum seiner Jugend auf dem Lande, es ist sein damaliges Dorf Staufenberg und die Lahn, mit seinen Menschen, Tieren und Jahreszeiten, das Kurzeck immer neu virtuos belebt und sehnsuchtsvoll variiert.

So ist in den vergangenen rund 40 Jahren ein nahezu unendlicher Roman-Zyklus
einer verlorenen Kindheit entstanden, der zu Recht in die große Erzähltradition
von Alfred Döblin, Marcel Proust und James Joyce gestellt wird. In Rietberg liest
Peter Kurzeck aus seinen Werken und auch aus seinem neuen Roman „Vorabend“, dessen Erscheinen für den kommenden Winter vorgesehen ist.

Freitag, 25. Februar
Ratssaal des Alten Progymnasiums Rietberg, Klosterstr. 13
20:00 Uhr
VVK: 9,90 Euro inkl. VVK-Gebühr
AK: 11,00 Euro

 

Veranstalter:
kulturig e.V. zusammen mit der Buchhandlung Lesezeichen und der Stadtbibliothek Rietberg