Ralph Dohrmanns „Kronhardt“

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 20:00 Uhr

Ratssaal des Alten Progymnasiums Rietberg, Klosterstr. 13

VVK: 7,70 € inkl. VVK-Gebühr | AK: 9,00 € | Abo

Zart, wagemutig, zugespitzt, fast magisch: ein großartiger Spiegel unserer Zeit.

© Gerald von Foris
© Gerald von Foris

Der Roman „Kronhardt“ (2012) von Ralph Dohrmann war für den Leipziger Buchpreis 2013 nominiert, und manche meinen sogar, er sei eines der besten Romandebüts der letzten Jahre, trotz seiner 921 Seiten. Nicht ohne Grund! Worum geht es? In der Bremer-Stickerei-Manufaktur Kronhardt & Sohn rattern nach dem Krieg die Maschinen, als wäre nichts gewesen. Willem, einziges Kind der Firmenerbin, wächst unter der Bewachung von Mutter und Stiefvater auf. Antikommunismus und Amerikaverklärung beherrschen das Elternhaus. Während die Trümmer allmählich verschwinden, Wirtschaftswunder, Mauerbau und 68 die Republik verändern, hinterfragt Willem die vorbestimmten Strukturen und versucht, seine eigene Welt zu finden. So durchwandert er die Zeit und erfährt, dass das Leben dem Menschen wohl zufällt, aber jeder selbst bestimmen muss, wer er ist.

Ralph Dohrmann, geboren 1963, wuchs in Bremen auf. Er arbeitete als Reiseführer in Mexiko und Guatemala. Für „Kornhardt“ erhielt er ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds (DLF) in Darmstadt. Er lebt in der Nähe von Bremen.