Vortrag:

Jochen Dreier

Der Beginn des Ersten Weltkrieges im heutigen Kreis Gütersloh

Mittwoch, 3. September 2014, 20:00 Uhr

Ratssaal des Alten Progymnasiums Rietberg, Klosterstr. 13

VVK: 3,30 € inkl. VVK-Gebühr | AK: 5,00 € | Abo

Gemeinsam mit dem Heimatverein Rietberg e.V.

Zug mit Truppen in Gütersloh © Stadtarchiv Gütersloh
Zug mit Truppen in Gütersloh © Stadtarchiv Gütersloh

In den Ersten Weltkrieg, weithin als die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet, zog man auch von Westfalen aus überschwänglich und siegessicher. Ernsthafte Bedenken oder Bestrebungen, den Krieg zu vermeiden, drangen nicht durch. Es stellt sich die Frage, wie dieses Epochenereignis von den Menschen wahrgenommen und verarbeitet wurde, die nicht an der Front kämpften. Wie spielte sich der Alltag im Inland ab, das von den eigentlichen Kampfhandlungen nur indirekt betroffen war und während der gesamten Kriegsdauer außer mit Kriegsgefangenen mit keinem feindlichen Soldaten in Berührung kam?

 

Jochen Dreier beschreibt in seinem Vortrag das Alltagsleben während des ersten Kriegsjahres im ehemaligen Kreis Wiedenbrück. Die militärische Front und die sogenannte Heimatfront wurden als zwei Aspekte eines gemeinsamen Kampfes betrachtet, dem man sich in der Regel weder entziehen wollte noch konnte. Aufgrund ausgewählter örtlicher Chroniken, Akten und Zeitungsberichten wird beleuchtet, in welcher Weise in Städten und Dörfern wie Gütersloh, Rheda, Neuenkirchen, Bokel und Rietberg die Daheimgebliebenen als Akteure und Helfer in das Kriegsgeschehen einbezogen wurden.

 

Jochen Dreier, auch Autor eines Beitrags über das Alltagsleben zu Beginn des Ersten Weltkriegs in hiesiger Region für das Heimat-Jahrbuch Kreis Gütersloh, stammt aus Bielefeld. Er wuchs in Oerlinghausen auf und lebt seit 1968 in Gütersloh. Dort wirkte er als Studiendirektor für Latein, Geschichte und Sozialwissenschaften sowie als stellvertretender Schulleiter am Ev. Stift. Gymnasium.