Philosophie & Heimatkunde

„Onkel Antons letzte Reise“. Ein Roman von Anton Regenberg über einen Freitod in Rietberg

Gemeinsam mit dem Heimatverein Rietberg

Mittwoch, 09. April 2014, 20:00 Uhr

Ratssaal des Alten Progymnasiums Rietberg, Klosterstr. 13

VVK: 4,40 € inkl. VVK-Gebühr | AK: 6,00 € | Abo

„Du hättest einen Kriminalroman schreiben sollen“, sagte Tante Anni, als sie mich aus Neapel anrief, „Krimis, wie die von Donna Leon. Wen interessiert heute noch Onkel Antons Leben und Tod?“ - „Die Suche nach den Gründen für Antons Freitod war für mich spannend wie ein Krimi“, widersprach ich, „auch wenn das Ergebnis der Recherchen Fragen offen lässt.“ – „Und was hast du herausgefunden?“ – „Darf ich dir mit Franz Werfel antworten? Der fand in seiner Trauerrede zum Freitod von Stefan und Elisabeth Zweig bemerkenswerte Sätze: ‚Innerhalb der gesamten Schöpfung gibt es außer dem Menschen keine Kreatur, die freiwillig stirbt. Nur der Geist ist imstande, das Absurde zu vollbringen. Jeder freiwillige Tod ist darum ein Geheimnis, das der Tote mit sich nimmt, obwohl er es vermutlich selbst nicht kennt …‘“

Anton Regenberg, der heute in Brüssel lebt, hat 35 Jahre als Dozent des Goethe-Instituts in Iran, Ägypten, Thailand, Belgien und Berlin gearbeitet und darüber in Büchern wie „In Goethes Namen“ (2007) oder „Atemholen“ (2011) berichtet. Jetzt, im Ruhestand, sucht er zu ergründen, warum sich sein Patenonkel Anton 1940 im westfälischen Rietberg im Gebälk einer Gartenlaube erhängt hat.