3. Rietberger Kriminacht

mit Friedrich Ani, Andreas Föhr & Hans-Jörg Kühne. 

Musikalische Begleitung: Jörg Riemann (Flügel) und Hans-Jörg Kühne (Saxophon).

 

Freitag, 13. Juni 2013, 20:30 Uhr bis 24:00 Uhr

Ratssaal des Alten Progymnasiums Rietberg, Klosterstr. 13

unter Einbeziehung des Kunsthauses Rietberg – Museum Wilfried-Koch

VVK: 13,20 € inkl. VVK-Gebühr | AK: 16,00 €

 Einlass ist 19.30 Uhr

 

Auf geht’s zur dritten Rietberger Kriminacht!

Wieder kurz vor der Mittsommernacht, und zwar bei möglichst schönstem Wetter, wieder im Ratssaal des Alten Progymnasiums, Klosterstraße 13, erneut auch unter Einbeziehung des Kunsthauses Rietberg – Museum Wilfried-Koch und des rückwärtigen Kunsthausgartens, Emsstraße 10. Und wieder werden in der Pause Getränke und Snacks angeboten.

 

© Mark Römisch
© Mark Römisch

Friedrich Ani und der „Süden“ 

Dieses Mal startet die Nacht mit Star-Krimi-Autor Friedrich Ani. Mit „M“ (2013) stellt der Münchener Erfolgsschriftsteller, Jahrgang 1959, seinen inzwischen 18. Süden-Roman in Rietberg vor. Regelmäßig steht Ani mit den Büchern über seinen Privatdetektiv Tabor Süden auf Platz eins der Krimi-Bestenliste der Wochenzeitung DIE ZEIT und entsprechende Literaturpreise sowie Drehbuch- und Fernsehpreise für Verfilmungen seiner Bücher räumt er regelrecht ab. Allein den Deutschen Krimi-Preis konnte er bereits sechs Mal ergattern. Zuletzt den Preis des Jahres 2014 für seinen Roman „M“, aus dem er in Rietberg lesen wird. Darin geht es um einen verschwundenen Taxifahrer, der möglicherweise als verdeckter Ermittler in einem Umfeld von Neonazis tätig ist. Tabor Süden findet sich bald wieder in einem Sumpf aus Gewalt, Verrat, Misstrauen und tiefster Verachtung. 

Erst Anfang März erschien Friedrich Anis Erzählband „Unterhaltung“ (2014). Auch aus diesen hintergründig-humorvollen bis grausam-direkten Geschichten wird Ani in Rietberg vortragen. Ob Kneipenbesucher oder Polizist, ob die Öde einer Ehe oder die Langeweile eines unscheinbaren Landbewohners: Man lacht über Friedrich Anis scharfe Beobachtungen und leidet mit den Unsichtbaren unserer Gesellschaft, die sich vom Leben noch nie etwas erwartet haben.

 

© Torsten Silz
© Torsten Silz

Andreas Föhr am „Totensonntag“

Zu Bestsellern wurden auch die Romane von Andreas Föhr, dem zweiten Gast der dritten Rietberger Kriminacht. Mit „Schwarze Piste“ (2012) bewegte Föhr sich monatelang unter den Top Ten der Liste, mit „Totensonntag“ (2013), dem Buch, aus dem er in Rietberg lesen wird, gelangte er bis Platz 6. Fesselnde Spannung und eine gehörige Portion Humor zeichnen die Krimis von Andreas Föhr in ganz besonderer Weise aus. Seine Geschichten um den ewig frierenden Kommissar Wallner und seinen sturschädeligen Kollegen Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner besgeistern inzwischen auch über Bayern hinaus eine große Fangemeinde. In seinem jüngsten Roman „Totensonntag“ erzählt der Autor, wie alles anfing. Es handelt sich um Wallners allerersten Fall, der ihn weit zurück in die Geschichte des Tegernseeer Tals führt.

Andreas Föhr, geb. 1958, arbeitete als gelernter Jurist zunächst einige Jahre bei der Rundfunkaufsicht und als Anwalt. Seit 1991 verfasst er Drehbücher für das Fernsehen mit dem Schwerpunkt im Bereich Krimi. Zusammen mit Thomas Letocha schrieb er unter anderem für „Soko 5113“, „Ein Fall für zwei“ und „Der Bulle von Tölz“. Für seinen Debütroman „Der Prinzessinnenmörder“ (2009) wurde er mit dem begehrten Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet.

 

© Privat
© Privat

Hans-Jörg Kühne zwischen „Bielefeld“ und „Rietberg“ …

Zum dritten Mal mit dabei ist der Bielefelder Historiker, Wirtschaftswissenschaftler und Krimiautor Hans-Jörg Kühne. Der Liebhaber spezieller Rietberg-Geschichten ist schon gewissermaßen Kriminacht-Stammgast in der alten Grafschaftsstadt und hat 2014 die Chance seinen mörderischen Kultstatus für die Emsstadt auszubauen und zu festigen. Literarisch ist Kühne mit dem sehr drastischen Bielefeld-Krimi „Der Pfahlmörder“ aus dem Jahre 2011 über die Grenzen der Region bekannt geworden. Letztes Jahr stellte Kühne Auszüge aus seinem aktuellen Bielefeld-Krimi „Totes Haus“ (2013) vor, ohne auf spezielle Rietbergensia zu verzichten. Man darf gespannt sein, was er diesmal im Gepäck mitführen wird.

 

© Privat
© Privat

… zusammen mit Jörg Riemann

Kühne, der mit seiner Band „Soulfood“ im schon auf einer der größten Aftershowpartys der Berlinale im hochnoblen Berliner Hotel "Adlon" spielen durfte, wird auch die 3. Rietberger Kriminacht mit seinem Saxophon musikalisch begleiten. Er tut dies zusammen mit seinem Freund und Bandkollegen Jörg Riemann am Flügel. Riemann, als Komponist, Arrangeur und Interpret seit vielen Jahren in der Szene aktiv, studierte unter anderem am „Berklee-College of Music“ in Boston/USA. Durch zahlreiche Bandprojekte, Studioproduktionen, Live-Auftritte und Tourneen bekannt geworden, spielt Riemann regelmäßig mit deutschen und amerikanischen Jazzbands, so mit der US-Band „Steps Ahead“. Er absolvierte auch Auftritte mit Udo Lindenberg.

 

Zur 3. Rietberger Kriminacht werden auch das Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch und der Kunsthausgarten schon vor Beginn der Veranstaltung und in der Pause geöffnet sein.