Steffen Kopetzky und die Verlockungen des Orients

„Risiko“, der Roman einer islamischen Mission im Ersten Weltkrieg 

Di | 03.11.2015 | 20:00 Uhr | Literatur | Abo

Ratssaal des Alten Progymnasiums Rietberg, Klosterstr. 13

VVK: 8,70 € inkl. VVK-Gebühr | AK: 10,00 €

Buchcover "Risiko"

Auf Reisen ist Steffen Kopetzky eigentlich immer. Schon in seinem ausufernden Roman „Grand Tour“ (2002) hatte er in an Thomas Mann gemahnender Opulenz einen Schlafwagenschaffner auf Erlebnis- und Bildungsfahrt quer durch Europa geschickt. Jetzt hat Kopetzky mit „Risiko“ (2015) einen funkelnden Abenteuerroman geschrieben, der auf historischen Fakten beruht und hinein in die undurchdringliche Wildnis von Afghanistan führt. Der Autor begleitet auf 700 Seiten den Orientalisten und Diplomaten Max Freiherr von Oppenheim, der 1914 in islamischer Mission von Kaiser Wilhelm aufbricht, um im Bündnis mit den Osmanen den Orient zum Heiligen Krieg gegen die Feinde von Deutschland und Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg aufzuwiegeln.  

Während seiner 5000 Kilometer langen Reise lässt Kopetzky auch historische Personen wie Lucien Camus, dem Vater von Albert, oder Alois Musil, auch genannt Musil von Arabien, auftreten. Entstanden ist ein brillant geschriebener Roman, der die wohl abenteuerlichste Lektüreerfahrung des Jahres bereithält.

Steffen Kopetzky, geboren 1971, ist Verfasser zahlreicher preisgekrönter Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Von 2002 bis 2008 war er künstlerischer Leiter der Theater-Biennale Bonn. Er lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm.