Nino Haratischwili und ihr epochaler Roman „Das achte Leben (Für Brilka)“

Im heutigen Berlin erzählt die Urenkelin Niza ihrer Nichte Brilka die turbulente Geschichte ihrer georgischen Familie

Di | 29.09.15 | 20:00 Uhr | Literatur | Abo

Ratssaal des Alten Progymnasiums Rietberg, Klosterstr. 13

VVK: 9,80 € inkl. VVK-Gebühr | AK: 11,00 €

Buchcover „Das achte Leben (Für Brilka)"

Georgien, 1900: Mit der Geburt Stasias, Tochter eines angesehenen Schokoladenfabrikanten, beginnt dieses berauschende Opus über sechs Generationen. Stasia wächst in der wohlhabenden Oberschicht auf und heiratet jung den Weißgardisten Simon Jaschi, der am Vorabend der Oktoberrevolution nach Petrograd versetzt wird, weit weg von seiner Frau. Als Stalin an die Macht kommt, sucht Stasia mit ihren beiden Kindern Kitty und Kostja in Tbilissi Schutz bei ihrer Schwester Christine, die bekannt ist für ihre atemraubende Schönheit. Doch als der Geheimdienstler Lawrenti Beria auf sie aufmerksam wird, hat das fatale Folgen ...

    

"Das achte Leben (Für Brilka)", erschienen 2014, ist ein epochales Werk der auf Deutsch schreibenden, aus Georgien stammenden Autorin Nino Haratischwili. Ein Epos mit klassischer Wucht und großer Welthaltigkeit, ein mitreißender Familienroman, der mit hoher Emotionalität über die Spanne des 20. Jahrhunderts bildhaft und eindringlich, dabei zärtlich und fantasievoll acht außergewöhnliche Schicksale in die georgisch-russischen Kriegs- und Revolutionswirren einbindet.

 

Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tbilissi, ist eine preisgekrönte Theaterautorin und –regisseurin. Für ihr Romandebüt „Juja“ (2010) gewann sie u.a. den Debütpreis des Buddenbrookhauses in Lübeck. Für ihren dritten Roman „Das achte Leben (Für Brilka)“ wird sie im Oktober 2015 mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet.